Flutkatastrophe Juli / August 2017

Der lange angekündigte Tropensturm Sonca hat im Nordosten Thailand ein Chaos und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Zahlreiche Provinzen wurden überschwemmt und hunderte Haushalte mussten aufgrund der Überschwemmungen evakuiert werden.

Sakhon Nakhon wurde von Sonca schwer getroffen und große Teile des Stadtgebietes wurden überschwemmt. Es bereits Notlager eingerichtet und damit begonnen, die Menschen aus den überschwemmten Gebieten zu evakuieren und in höher gelegene Gebiete zu bringen. Attasanto hat eine grosse Hilfsaktion organisiert und zu Sachspenden aufgerufen.

Bitte helfen Sie!!!

Wir haben einen Spendenpool eingerichtet.

Wir benoetigen dringend Trinkwasser, Medikamente, Fertignahrungsmittel (welche nicht zubereitet werden muessen, da in den meisten Gebieten der Strom aus Sicherheitsgruenden abgeschaltet ist).

Jeder einzelne Euro hilft uns die Not in den betroffenen Gebieten zu lindern und so bald als moeglich wieder ein normales Leben herzustellen. Sie koennen sich an unserer Hilfsaktion ueber die Plattform “Leetchi” beteiligen. Gern koennen Sie uns mitteilen, fuer was genau Ihre Spende verwendet werden soll (Trinkwasser, Verpflegung etc.). Gern machen wir auch Fotos der Uebergabe an die Beduerftigen und senden Ihnen diese per E-Mail zu. In Nakhon Ratchasima waren 229 Dörfer in fünf Bezirken von Theparak, Prathai, Sida, Bua Lai und Noen Daeng überschwemmt. Am schlimmsten hat es dabei den Bezirk Prathai erwischt. Laut den thailändischen lokalen Medien sind rund 15.800 Einwohner von den Überschwemmungen betroffen. 28 Straßen sind überflutet, drei Stauseen laufen bereits über und rund 28.000 rai (4.480 Hektar) fruchtbares Ackerland stehen unter Wasser und sind überschwemmt.

 

 

Nachdem das Tropentief Sonca über die Provinz Sakhon Nakhon gezogen ist, stehen die meisten Teile der Stadt und zahlreiche Straßen unter Wasser und sind überschwemmt. Der Flughafen Sakhon Nakhon hat bereits angekündigt, dass er vorübergehend geschlossen werden muss.

Das Krankenhaus Sakhon Nakhon musste bereits seine Patienten aus dem Erdgeschoss evakuieren und in die oberen Etagen verlegen.

Das Wasser Reservoir im Bezirk Huai Sai wurde ebenfalls bereits überflutet und sorgt für eine weitere Verschlechterung der Situation. Viele Familien mussten bereits aus ihren Häusern evakuiert und auf höher gelegenem Land untergebracht werden. Fast 70 Touristen wurden am Freitagnachmittag in einem Hotel im Stadtgebiet vom Hochwasser eingeschlossen

Der Leiter des Büros der Sakhon Nakhon Katastrophenvorsorge Herr Nitiwat Nitthinanthan sagte, dass bereits über 100 Flutopfer in eine vorübergehende Notunterkunft, in einer Station der provinziellen Verwaltungsorganisation untergebracht und mit Essen und Trinkwasser versorgt wurden.

Das Team von Attasanto war in den vergangen Tagen im Krisengebiet und hat  4 Tonnen Wasser und Verpflegung an die betroffenen Einwohner verteilt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Spendern. Unser Team versorgte erkrankte Einwohner mit notwendigen Medikamenten und behandelte kleinere Verletzungen.

Nach den aktuellen Wettermeldungen und den Informationen der Wasserbehoerde steht uns das schlimmste allerdings noch bevor:

Alleine in der vergangenen Woche wurden insgesamt neun nordöstliche Provinzen und eine zentrale Provinz von massiven Überschwemmungen getroffen. Betroffen sind: Sakon Nakhon, Kalasin, Nakhon Pathom, Yasothon, Amnat Charoen, Nakhon Ratchasima, Roi Et, Ubon Ratchathani, Nong Khai und Ayutthaya.

Insgesamt wurden 99 Bezirke, 633 Gemeinden und 5.276 Dörfer überschwemmt.

 

Thongplew Kongjun, der stellvertretender Generaldirektor des Königlichen Bewässerungsamt „Royal Irrigation Department“ (RID) sagte, dass erwartet wird, dass das große Volumen des Wassers, das vom oberen Chi und vom Pong Fluß fließt, zu einem Überlauf auf den Ufern des unteren Chi Flusses in der Provinz Yasothon führen könnte.

In Vorbereitung auf noch mehr Überschwemmungen haben die örtlichen Behörden schwere Ausrüstung und Sandsäcke bewegt, um die Wohn- und Gewerbegebiete in Kalasin und anderen nahe gelegenen Provinzen zu schützen.

In der nordöstlichen Provinz Roi Et wurden nach den anhaltenden Niederschlägen in den letzten Tagen 20 Bezirke aufgrund der schweren Überschwemmungen zu Katastrophen Gebieten erklärt. Laut den Angaben des Chefs der Katastrophenvorsorge der Provinz Herr Sorawut Palawat sind die Wasserstände in den Flüssen Chi, Yang und Sieo noch immer viel zu hoch und für die Überschwemmungen in der Provinz verantwortlich.

Die Katastrophengebiete umfassen mittlerweile 1.766 Dörfer in 159 Gemeinden mit insgesamt 71.469 Haushalten. Ebenso sind 612.033 rai Ackerland, die meisten davon Reisfelder und sieben Straßen zerstört oder verwüstet.

Die Behörden in der nordöstlichen Provinz Roi Et haben mittlerweile bereits acht Notunterkünfte eingerichtet, um dem betroffenen Familien und Menschen zu helfen. Hunderte Menschen mussten vor der Flut evakuiert werden und halten sich mittlerweile in den Notunterkünften auf.